Flerden

Flerden (rätoromanisch Flearda) ist eine politische Gemeinde im Kreis Thusis im Bezirk Hinterrhein des Kantons Graubünden in der Schweiz.

Wappen

Beschreibung: In Gold (Gelb) zwei gekreuzte rote Mazzaschlegel, bewinkelt von vier roten Kugeln. Die Spielgeräte des Mazzaspiels, das für Flerden gut überliefert ist, wurden ins Wappen übernommen.

Geographie

Der Ort ist ein Haufendorf und das nördlichste der oberen Heinzenberger Dörfer. Vom gesamten Gemeindeareal von 606 ha sind 331 ha landwirtschaftliches Nutzgebiet (rund die Hälfte davon Alpwirtschaften), 182 ha von Wald und Gehölz bedeckt, 71 ha unproduktive Fläche (meist Gebirge) und die restlichen 22 ha Siedlungsfläche.

Bevölkerungsentwicklung

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts sank die Bevölkerung durch Abwanderung stark (1808-1850:-17,6 %). Anschliessend stagnierte sie (mit Ausnahme der 1888 und 1900) bis ins Jahr 1910 um eine Bevölkerungszahl von 120 Personen. Zwischen 1910 und 1941 kam es zu einem starken Einwohnerwachstum (1910-1941:+24 %). Nach einem weiteren Jahrzehnt Stagnation kam es von 1950 bis 1970 zu einer grossen Abwanderung aus der Gemeinde (1950-1970:-30 %). Nach diesem Allzeittief wächst die Bevölkerung seither ununterbrochen und hat sich beinahe auf einen neuen Höchststand verdoppelt (1970-2004:+82 %).

    Religionen – Konfessionen

    Zwischen 1530 und 1540 wurde die Reformation eingeführt. Während Jahrhunderten gehörte die gesamte Einwohnerschaft der Evangelisch-Reformierten Landeskirche an. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) gibt es 72,50 % evangelisch-reformierte und 16,25 % römisch-katholische Christen. Daneben findet man 8,75 % Konfessionslose. Die restlichen 2,5 % der Bewohner machten keine Angaben zu ihrem Glaubensbekenntnis.

    Herkunft – Nationalität

    Von den Ende 2004 191 Bewohnern sind 188 (= 98,43 %) Schweizer Bürger. Bei der letzten Volkszählung waren 157 (=98,13 %) Schweizer Staatsangehörige, darunter vier Doppelbürger. Die wenigen Zuwanderer kommen aus Italien und Deutschland.

    Nachbargemeinden

    Flerden grenzt an Lohn GR, Masein, Cazis, Safien, Tschappina und Urmein.

    Sprachen

    Rätoromanisch (die Mundart Sutsilvan) wurde ursprünglich von einer Mehrheit der Einwohnerschaft als Muttersprache gesprochen. Dies war bis in die Neuzeit so. Doch während 1880 noch 63,9 % der Bevölkerung diese Sprache benutzten, war der Anteil 1941 bereits auf 12,6 % gesunken. Der rapide Sprachwandel ging weiter, konnte jedoch in den 1990er Jahren ein wenig gekehrt werden (1990 beherrschten 5,1 %, im Jahr 2000 7,5 % Romanisch als Erst- oder Zweitsprache). Deutsch ist alleinige Amtssprache. Die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten zeigt folgende Tabelle auf: 

    Daten

    Gemeinde:  Flerden

    Kanton: Graubünden

    Bezirk: Hinterrhein

    PLZ: 7426

    Höhe: 1'231m ü.M.

    Fläche: 6.09 km²

    Einwohner per  01.01.2018: 253
    Einwohner per 01.01.2017: 246
    Einwohner 2000: 160
    Einwohner 1970: 105
    Einwohner 1950: 150
    Einwohner 1910: 122
    Einwohner 1850: 122
    Einwohner 1808: 148 

    *) Dieser Artikel wurde von Wikipedia      übernommen und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

    Mehr über  die Geschichte von Flerden  können Sie im Buch  "Chronik der Gemeinde Flerden" von Emilio Zuan nachlesen.

    Das Buch ist auf der Gemeindeverwaltung erhältlich.

        Gemeinde
        Flerden

        Öffnungszeiten  Kanzlei
        Dienstag und Donnerstag  
        von  10 Uhr  bis 11.30 Uhr

        Kontakt
        Gemeindeverwaltung Flerden
        7426 Flerden
        Telefon 081 651 42 52
         gemeinde@flerden.ch